Ab sofort immer up to date – die Gschichtldruckerei geht online

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Voilá! Nach langem Tüfteln und Werkeln präsentieren wir euch unsere neue Online-Zeitung gschichtldruckerei.com. Treue Gschichtldruckerei-Fans und jene, die es noch werden wollen, müssen ab sofort nicht mehr ein halbes Jahr auf unsere gedruckten Gschichtln warten, sondern bekommen Woche für Woche frischen Stoff. Für fade Uni-Seminare und Arbeitszeiten während die Chefin auf Dienstreise ist, aber auch für längere Katersonntage als Netflix-Ersatz. Noch Fragen? Hier ein paar Antworten…

Warum braucht es eine Online-Ausgabe der G*?
Seit 2014 gibt es die Print-Ausgabe der Gschichtldruckerei. Mindestens so lang begleiten uns Gedanken über einen möglichen Einstieg ins hart umkämpfte Feld der (gar nicht mehr so) Neuen Medien.

Nur zu oft gab es in letzter Zeit politische oder gesellschaftliche Ereignisse, auf die wir reagieren wollten, aber nicht konnten. Zumindest nicht kurzfristig. Die Online-Zeitung erlaubt es uns nun, tagesaktuell auf solche Ereignisse eingehen und eine Alternative gegenüber den bestehenden Medien anbieten zu können. Darüber hinaus können wir mit ganz neuen Geschützen auffahren. Von Serien mit monatlich erscheinenden „Gschichtln“ über Fotostories bis hin zu Video-Interviews hat die Multimedialität viel für uns – und somit wir für euch – zu bieten. Seid gespannt! Seit dem Start unserer geliebten Print-Ausgabe im Frühjahr 2014 sind mehr als zwei Jahre vergangen. Höchste Zeit, das Projekt zu erweitern.

Not another blog please?
Die Welt der Neuen Medien ist eine sehr schnelllebige. Täglich schießen neue Webseiten, Blogs oder Foren aus dem Boden. In der Zeit der Selbstvermarktung scheint jede und jeder einen Blog schreiben zu müssen. „Aber was hat gschichtldruckerei.com, was andere nicht haben?“, könnte ein berechtigter Einwand sein.

Dank Social Media verbreiten sich Nachrichten heute innerhalb weniger Sekunden über den ganzen Globus. Diesen Vorteil wollen auch wir als Medium mit gesellschaftskritischem Anspruch nutzen. Jedoch hat die junge Geschichte der sozialen Medien auch ihre Kehrseiten gezeigt.

In der Facebook-Epoche ist vor allem eins wichtig: sich kurz zu halten. In der Kürze liegt aber oft neben Würze auch VerKÜRZung. Wir sind überzeugt davon, dass es Sachverhalte gibt, die man unmöglich in 140 Twitter-Zeichen darstellen kann. Diesem Trend, der allzu oft zu Verzerrungen von komplexen Themen und aus dem Kontext gerissenen Aussagen führt, wollen wir entschieden entgegentreten.
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, der Daumen-rauf-Daumen-runter-Mentalität den Rücken zu kehren und zu beweisen, dass kritischer, seriöser Journalismus nicht an gedrucktes Papier gebunden ist.
Auch wir wollen kurz und prägnant sein. Man muss keinen Roman über etwas schreiben, das man auch in einem Satz beschreiben kann. Aber wichtige Fakten auszulassen, nur um die eigenen Argumente zu stärken, ist nicht nur unseriös, sondern – nennen wir es beim Namen – schlechter Journalismus. In diesem Sinne verschreibt sich gschichtldruckerei.com dem Publikmachen von Themen und Ereignissen, die uns wichtig erscheinen. Bei alledem sind wir sicher nicht objektiv. Denn jede Autorin hat ihre und jeder Autor seine Vorgeschichte, einen bestimmten Platz in der Gesellschaft und schreibt aus einer individuellen Perspektive.

Was wir aber versprechen können, ist, dass wir uns selbst immer wieder an der Nase nehmen werden, um erstens unsere Standpunkte offenzulegen und diese klar zu artikulieren, aber zweitens auch uns selbst zu hinterfragen. Denn kritisch zu sein, bedeutet auch mit sich selbst kritisch zu sein. In diesem Sinne freuen wir uns auch über kritische Leser_innen. Das Kommentarfeld steht unter jedem Artikel bereit für eure Anregungen, Empörungen oder Ergänzungen. Aber bitte über der Gürtellinie bleiben! gschichtldruckerei.com soll kein Schlachtfeld werden, sondern ein Spielfeld für neue Ideen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch
Eure G*-Redaktion

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