Schwerpunktthema: (Wider)willig reisen

in Klartext/Kreaktiv/Kunst/Utopie/Werkstatt von
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ „On the right path“ von Petras Gagilas

wind und staub
sind meine begleiter
das ende der welt
ist mein zuhause

(Gedicht aus dem Buch „Wilde Schwäne“ der Autorin Jung Chang)

Die Gschichtldruckerei reist gerne, wie Ihr wisst. Von Hand zu Hand wie auch von Land zu Land. Sie ist in den letzten Monaten aufgebrochen und hat sich in ihr bislang unbekannte Gefilde begeben: die Bloggerwelt des world-wide-web. Vom Hörensagen und Lesen kannten wir diese freilich schon. Auch erste Gehversuche auf facebook begingen wir bereits. Nichtsdestotrotz war dieses Unternehmen ein Aufbruch in eine uns neue Welt.

Dieser Reisestart scheint vorerst geglückt. Uns kitzelt es aber noch immer in den Kniekehlen und Fingern, sodass wir nun unmöglich stehen bleiben können. Wir wollen weiterreisen. Allerdings tragen wir einen beinah zu schweren Rucksack mit uns herum.

Was macht man mit einem schweren Rucksack? Man packt den Schwerpunkt aus. Namentlich: das Schwerpunktthema „(Wider)willig reisen“.

Beim Reisen trifft mensch oft andere Reisende. Manche suchen schöne Orte, manche sichere, manche suchen auch sich selbst, manche andere Verwandte, manche ihr Glück, manche ein Abenteuer, manche das Geld, manche die Ruhe, manche einen Ort zum verweilen, manche einen zum bleiben, manche wollen helfen, manche sind auf der Flucht und manche reisen aus Sucht … Egal welche Art des Reisens und der Mobilität, egal ob freiwillig oder erzwungen, auf bestimmte Zeit oder dauerhaft: all diese Schicksale interessieren uns und werden aus unserem Rucksack gepackt. Gleichzeitig werden wir weiterhin die Welt durchforsten, nach Anregungen suchen, diese auflesen, in Worte verpacken und zum Lesen und Sehen mit Bildern versehen.

Doch das ist noch nicht alles. Denn was wären Reisende ohne die Gesellschaft, die einen (nicht) aufnimmt? Was wären sie ohne die Natur, die Umwelt, die gegebene Infrastuktur? Und was passiert eigentlich mit unseren Fußspuren am Strand und was mit denen am Himmel? Wie wird unser Gehen gesehen und was wird es hinterlassen? Auch darauf wollen wir schauen.

Unser Rucksack ist bereits jetzt gefüllt mit vielen Erfahrungen und mit den Schicksalen der Menschen, die wir kennen. So, wie wir jetzt den Schwerpunkt aus dem Sack gelassen haben, werden wir diese vorhandenen Schätze und jene, die hinzukommen, Stück für Stück wieder auspacken und mit Euch teilen.

Tragt auch Ihr einen schweren Rucksack voll Erfahrungen, Gedanken und Utopien mit Euch? Wir freuen uns, wenn wir Euch beim Auspacken helfen können! Schreibt uns einfach eine Nachricht und schon bald werden viele Menschen gespannt Euren Überlegungen folgen können.

Mit Vorfreude auf eine gemeinsame Reise,
Eure Gschichtldruckerei.

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