Die Buch

in Gschichtln/Kolumnen/Schmankerldruckerei

Hast du schon mal nachgeschaut, wie viele weibliche Autorinnen in deinem Bücherregal vertreten sind? Wenn es dir ähnlich geht wie mir, wirst du schockiert feststellen, dass fast alle deine Lieblingswerke von Männern geschrieben sind. Laut unserer ehemaligen G*-Starjournalistin Sophia liegt das daran, dass männliche Autoren in unserer patriarchalen Gesellschaft immer noch viel mehr Aufmerksamkeit bekommen. So gehen viele der renommierten Literaturpreise an Männer und selbst in deren Jurys sind Frauen unterrepräsentiert. In den schulischen Lehrplänen fehlt Literatur von Frauen fast vollkommen, obwohl sie immerhin die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen. Stattdessen werden Jahr für Jahr wieder Goethe, Lessing, Schiller, Pushkin, Süskind, Dürrenmatt und Shakespeare durchgekaut. So kritisierte die Süddeutsche Zeitung am 19.05.2020, dass deutsche Abiturient*innen zuweilen kein einziges Buch einer Frau in der Schule gelesen hätten und staatliche Bildungseinrichtungen so die Unterdrückung weiblicher Stimmen fortsetzen würden. Hier wollen Sophia und Julia ein Gegengewicht setzen und haben im Juli vergangenen Jahres den feministischen Buchpodcast „die Buch“ gegründet, um Büchern von Frauen eine Plattform zu geben und den Diskurs rund um Sexismus in der Literaturbranche anzuregen.

Hast du Lust, zwei schlaue und belesene Feministinnen beim Plaudern zu belauschen? Dann hör auf deiner Podcastapp oder direkt auf der Website www.diebuch.at mal rein, was Sophia und Julia zur Liebe, zum Scheitern oder zu Klimagerechtigkeit zu sagen haben.